DSP-100: Praxiserprobte Produktivität und Zuverlässigkeit
Wenn Georg Ludwig Kamb, Geschäftsführer und Inhaber der Kamb Elektrotechnik GmbH in Ludwigshafen, über Kabeltechnik spricht, dann ist er in seinem Element. Der Chef des 1907 gegründeten Unternehmens beherrscht diese Materie in Theorie und Praxis gleichermaßen. Doch er ist nicht nur Vollbluttechniker, er kann auch kaufmännisch gut rechnen. Deshalb umfasst sein moderner Messgerätepark neben zahlreichen Fluke-Meßgeräten für die Elektro-Installationstechnik auch ein Kabelmessgerät DSP-100 für die Prüfung von Datennetz-Verkabelung.
Als vor genau 90 Jahren in der damals aufstrebenden Industriestadt Ludwigshafen die Firma Kamb Elektrotechnik gegründet wurde, dachte noch niemand daran, dass Datennetze einmal genauso wichtig werden wie Stromnetze. Mehr als sechs Jahrzehnte waren Stromnetze und elektrotechnische Anlagen das Arbeitsgebiet des Unternehmens. Bei der Planung und elektrotechnischen Ausrüstung von Gebäuden gehört heute die Datennetz-Infrastruktur genauso zum Standard wie das Stromnetz mit seinen Leitungen, Verteilern, Sicherungen usw. Vor rund sechs Jahren erweiterte Kamb deshalb das Leistungsspektrum, das heute vom Kabelwegebau über die Niederspannungsverteilung bis zur Datenverkabelung und zum Telefonnetz reicht. Die Kunden kommen aus nahezu allen Bereichen von Industrie, Gewerbe, Finanzwirtschaft und Verwaltung. Geplant und installiert werden Netze unterschiedlicher Größe, von einer Handvoll bis zu mehreren Knoten, in Zweidraht-, Token Ring-, oder Ethernet-Technik. Den größten Anteil haben Zweidraht-Verkabelungen nach Kategorie 5, Klasse D, des TIA-Standards 568-a/TSB-67.
Arbeiten mit produktiven Werkzeugen
Bei Kamb Elektrotechnik haben Qualität und Produktivität der Arbeit sozusagen Tradition. Ohne diese beiden Faktoren kann kein Unernehmen in dem wettbewerbsintensiven Markt der Elektroinstallations- und Anlagentechnik auf eine lange Geschichte zurückblicken. Neben qualifizierten und gut geschulten Mitarbeitern spielt die Ausstattung mit produktiven, leistungsstarken Werkzeugen eine zentrale Rolle. Und hier kommt die Fluke-Meßtechnik ins Spiel. Fluke ist mit seiner Qualität und Bedienfreundlichkeit, die auch schon einmal einen Fehler verzeiht, und mit einer langen Lebensdauer der „Mercedes“ unter den Messgeräten. Obwohl die Geräte vielleicht 30% teurer sind als andere, bieten sie auf jeden Fall 50% mehr Leistung, so dass der Quotient für Fluke spricht. Nach gründlicher Evaluierung fiel deshalb vor eineinhalb Jahren auch die Wahl auf das Kabelmessgerät DSP-100 CableMeter, das seitdem täglich auf den Baustellen verwendet wird.
Schnelles Messen und Grafisches Auswerten
Als besondere Stärke des Messgerätes können die Schnelligkeit und damit Produktivität der Messungen, die hohe Genauigkeit gemäß TIA TSB-67-Genauigkeitsklasse II (für Kanal- und Basisverbindung)- sowie die Möglichkeit, Next-Meßergebnisse (Nah-Nebensprechen) mit Hilfe eines PC grafisch auszuwerten und darzustellen, gelten. In der täglichen Praxis hat sich darüber hinaus die Fähigkeit des Geräts als äußerst hilfreich erwiesen, eine Fehlerstelle genau zu lokalisieren, so dass unter Umständen stundenlanges Suchen überflüssig ist. In der Praxis erweist sich, dass nicht das Kabel an sich, sondern Verbindungsstellen – also Stecker, Buchsen und Panels – das Problem sind.
Das Unternehmen hat ein eigenes Qualitätshandbuch für Datenverkabelung nach Kategorie-5-Standard erstellt, in dem Probleme und Fehlerursachen detailliert beschrieben werden. Mit Hilfe dieses Handbuches und des Messgerätes hat der Mitarbeiter auf der Baustelle alle Möglichkeiten, Fehler in der Verkabelung schnell zu erkennen und zu beheben. Schon bei der Mitarbeiterschulung wird anhand von DSP-100-Messungen demonstriert, was z. B. der veränderte Drall eines aufgelegten Adernpaares bewirkt.
Auch geringe Unterschiede im Nah-Nebensprechen, wie sie durch verschiedene physikalische Abstände der Adernpaare entstehen, werden mit Hilfe des Messgerätes sichtbar. Eine solche Abweichung ergibt sich beispielsweise bei den Adernpaaren 1/2 und 7/8, wo der Abstand an den Anschlusssteckern ca. 7 mm beträgt, wodurch das Übersprechen am kleinsten ist, im Vergleich u den Adernpaaren 4/5 und 3/6, bei denen durch die physikalische Anordnung ein besonders hohes Übersprechen zu erwarten ist.
Schnelligkeit und Genauigkeit des Gerätes folgen aus dem Fluke-spezifischen Messverfahren, bei dem Rampen-Impulssignal auf die zu messende Leitung gegeben und die Impulsantwort in einem Fourier –Verfahren ausgewertet wird. Darin unterscheidet sich das Gerät auch in der Meßmethode von anderen Kabeltestern, die mit gewobbelten Signalen in äquidistanten 100-kHz-Schritten arbeiten.
Bei der Entscheidung, ein DSP-100 CableMeter anzuschaffen, hat auch die Aufrüstbarkeit des Geräts für künftige Anforderungen Bedeutung gehabt. So ist es bei Bedarf möglich, mit der DSP-Link-Software die Funktionen des Messgeräts auf einfache Weise an neue Standards anzupassen.